Pierre und das Didgeridoo

Pierre spielt Didgeridoo in der Drachenhöhle Syrau (Vogtland)

Ich bin zwar kein Freund von epischen Erzählungen über sich selbst, doch möchte euch mich an dieser Stelle vorstellen und erzählen wie ich zum Didgeridoo gekommen bin. Alles hat angefangen mit der Suche nach mir selbst, mit der Suche nach Sinn, nach der Suche nach etwas konsumlosen um mich ausdrücken und kreativ entfalten zu können. Da mein damaliger Freundeskreis zum größten Teil aus Anhängern der gepflegten Rapmusik bestand und ich selbst dieser wunderbahren Ausdrucksform verfallen war, kam ich irgendwann zum Freestylen.

Doch mein Rhytmusgefühl machte sich zu damaliger Zeit durch Abwesenheit bemerkbar, so das ich nicht meine Erfüllung im Sprechgesang fand. Props an alle die dabeigeblieben sind... Zu damaliger Zeit fing ich an, mir ein Studio aufzubauen und hing viel mit den Jungs von WBS ab, so rutschte ich schneller als ich es gedacht hatte in die Schiene des Technikers ab. Viel Technik, viel wissen um die Bedienung, wenig Kreativität und ausleben...

Mittlerweile war es 2003, ich und meine damalig Freundin fassten den Plan von Berlin zum G8 Gipfel nach Genf zu trampen. Während wir uns im Protstcamp aufhielten konnte ich jemanden beobachten wie er das Didgeridoo spielte.
Auf mein Nachfragen hin versuchte er mir die Permanentatmung mit Yoga beizubringen. Der Kopf versteht doch der Körper will nicht...

Auch wenn ich nicht mit einem Erfolgserlebnis von dieser Lehrsitzung gehen konnte, war ich doch geflasht. So besorgte ich mir auf der Reise zurück ein Teakholzdigeridoo. Aus heutigen Aspekte betrachtet ein nicht wirklich gutes Instrument, doch für mich war es damals das beste Intrument was es gibt.

Didgeridoo Baum